Liebe Karin!
Diese Plätze sind nicht vermittelbar und nur mit grossem Glück und Beziehungen zu bekommen, Fluchtpunkte für die Familien, die mit 20 Personen aus 3 Generationen in einem Haus leben, falls einer mal seine Ruhe will.

Jedes Dorf hat hier sowas, z.T. sind die Höhlen mit der Hand aus den Felsen geklopft, und erst, seit in Garafia vor 4 Jahren Wasserleitungen da runter gelegt wurden, wohnen manchmal auch Leute richtig dort. Einmal habe ich so eine Höhle für ein verlängertes Wochenende mieten können. Dafür musste ich aber ganz viel bitten und reden, weil die meinten, es wäre nicht gut genug und kein Geld dafür nehmen wollten. Das war im “Hafen” von Puntagorda, und das erste, was ich morgens gemacht habe, war eine lange Runde schwimmen gehen, das letzte am Abend ebenfalls. Das Meer ist dort unglaublich nah, nachts denkst Du am Anfang, die nächste Welle schwappt in Dein Bett. Ich wohne ja lieber im Grünen, aber für Retreats ist so ein Platz optimal, weil völlig reduziert, wenn Du verstehst, was ich meine. Nur ein Tag dort, und Du kommst zurück und fühlst Dich erstmal, als wärst Du nicht von dieser Welt, vielleicht auch deshalb, weil Konsum in vieler Hinsicht reduziert ist, man muss ja alles schleppen, und Strom gibt es halt höchstens solar.
Also Du, machen wir ein La Palma Tagebuch, ich bin dabei, wenn es nicht zu verpflichtend ist, d.h. ich nun nicht jeden Tag um punkt Uhr einen Bericht abliefern muss.
Ich wünsche Dir viel Freude mit Luisa Francia und dem Tanzen! Gönn Dir was, Du hast es verdient! Viele Grüsse! Antje
Das Foto stammt von Dierk Topp, an die Qualität komme ich nicht ran.
Liebe Grüße, Antje